Mediadaten Données Media Olympiade der Köche

Pyramidensystem auf der Speisekarte

Die Gastkolumne von Sara Stalder, Geschäftsleiterin Konsumentenschutz

Die Festtage stehen vor der Tür und damit auch die Zeit der üppigen Mahlzeiten. Ein schlechter Zeitpunkt für mein Anliegen: mehr ausgeglichene und gesunde Mahlzeiten, sowohl zu Hause wie auch in Restaurants, Kantinen und Take-away-Betrieben. Sie werden jetzt mit der Hand müde abwinken – es liege einzig in der Verantwortung der Gäste, was und wie ­­viel sie essen. Das stimmt und stimmt doch nicht – denn der Ausser-Haus-Konsum macht mehr als die Hälfte des Lebensmittelkonsums aus. Dieser wird durch die Art, Vielfalt und Qualität des Angebots gesteuert. Was Sie Ihren Kundinnen und Kunden auftischen, spielt eine entscheidende Rolle. Vor kurzem sind neue Zahlen zu Übergewicht und Adipositas in der Schweizer Bevölkerung erschienen. 2022 war ein Drittel der über 15-Jährigen übergewichtig und mehr als jede zehnte Person sogar adipös. Das ist nicht nur eine persönliche Hypothek, sondern belastet auch das Gesundheitswesen stark. Vor ein paar Monaten ist die neue Lebensmittelpyramide veröffentlicht worden. Die wichtigsten Änderungen: mehr Hülsenfrüchte und pflanzliche Proteine, mehr Vollkornprodukte und möglichst frische, unverarbeitete Lebensmittel. Für das, was die Ausser-Haus-Gastronomie auf ihren Menükarten anbietet, sollte die Lebensmittelpyramide stärker in den Fokus gestellt werden. In dieser Hinsicht gibt es viel Potenzial:

Würden nur schon die oben genannten drei wichtigen Empfehlungen umgesetzt, wären die Speisekarten vieler Betriebe bunter und abwechslungsreicher. Es ist ganz in Ordnung, wenn Sie nicht über die Feiertage, sondern erst 2025 damit starten. Aber ein guter Vorsatz für das neue Jahr wäre es allemal.