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Richtig büffeln will gelernt sein

Voci-Kärtchen, Eselsbrücken, Mindmaps: Wer lernen möchte, hat eine grosse Auswahl möglicher Methoden zur Hand. Die Krux besteht darin, für sich die passende zu finden.

Zu langer Bildschirmkonsum kann die Aufmerksamkeitsspanne negativ beeinflussen. Pausen sind daher essentiell. (Unsplash)

Schenkt man dem mittlerweile verstorbenen Biochemiker Frederic Vester Glauben, gibt es vier verschiedene Lerntypen:

  • Optisch-visueller Typ: bevorzugt Lernen durch Sehen und Beobachten;
  • Auditiver Typ: bevorzugt Lernen durch Hören und Sprechen;
  • Kognitiv-intellektueller Typ: bevorzugt Lernen durch Lesen und Denken;
  • Haptisch-kinästhetischer Typ: bevorzugt Lernen durch Anfassen und Fühlen.

Der optisch-visuelle Lerntyp kann sich Dinge am besten mit Grafiken, Diagrammen, Bildern und Videos merken. Er findet Schaubilder oder schematische Darstellungen hilfreich. Deshalb enthalten die Notizen dieses Lerntyps oft Skizzen und Symbole wie zum Beispiel das Eisbergmodell. Bei Erläuterungen durch die Lehrperson spricht dieser Lerntyp zudem besonders gut auf eine bildreiche Sprache an.

Der auditive Lerntyp ist auch als guter Zuhörer bekannt. Mündliche Erläuterungen helfen diesem Lerntypen mehr als Grafiken und Bilder. Notizen braucht der auditive Lerntyp kaum, dafür eignen sich Reime sehr gut.

Der kognitiv-intellektuelle Lerntyp ist jener, dem es in unserem Schulsystem am leichtesten fallen dürfte. Er eignet sich sein Wissen primär durch intensives Lesen und Nachdenken an.

Menschen, die zu den haptisch-kinästhetischen Lerntypen gehören, können sich Dinge am besten merken, wenn Sie etwas mit ihren Händen tun. Es erleichtert ihnen, selbst bei komplexen Themen, das Verstehen der verschiedenen Zusammenhänge. Also zum Beispiel nicht nur über Wein oder Bier lesen, sondern auch gleich degustieren.

Welche Lernmethode eignet sich?

Im Internet gibt es unzählige Tests, die helfen herauszufinden, zu welchem Lerntyp man gehört.  Doch man darf nicht vergessen, dass es sich dabei lediglich um Tendenzen handelt, die meisten Menschen jedoch Mischtypen sind. Die Lerntheorie des multisensorischen Lernens geht gar davon aus, dass sich Menschen Dinge umso besser merken können, je mehr verschiedene Sinne am Lernprozess beteiligt sind. Es kann helfen, ein Wort zu hören und es gleichzeitig aufzuschreiben. Eine weitere Variante ist, das Wort zu hören und zeitgleich mit einer Geste zu verknüpfen.

Sich und andere motivieren

Schwieriger als herauszufinden, welche Lernmethode zu einem passt, ist es, auch bei mühsamen Themen die Motivation zu finden und zu halten. Was helfen kann, sind Zwischenziele und Abwechslung. Also zum Beispiel erst eine Stunde Weingebiete lernen, dann Englisch, statt den ganzen Tag ein und dasselbe Fach zu pauken. Weiter sollte man auf eine passende Umgebung achten. Nur wo man sich auch wohlfühlt, gelingt es, längere Zeit konzentriert zu lernen. Störungen sollten deshalb unverzüglich behoben werden. Den meisten Menschen fällt das Lernen zudem zu zweit oder in der Gruppe leichter. Im Team ist man stärker und man kann sich gegenseitig motivieren. 

(Désirée Klarer)


Lernfit-Formel für erfolgreiches Lernen

Die Lernfit-Formel wurde vom Psycho­therapeuten Franz Sedlak entwickelt. Die Buchstaben von «Lernfit» stehen dabei für: L: Lernziel/-kontrolle; E: Energieeinteilung;R: Ressourcennutzung; N: Nachahmung;F: Fragen und Anwenden;I: Improvisieren und Ideen; T: Trainieren und Testen.


Informationen

www.learningculture.ch
www.mpg.de