Mediadaten Données Media Olympiade der Köche

Heimspiel für Frankreich

Gastgeber Frankreich gewinnt die 20. Austragung des Bocuse d’Or. Die Plätze zwei und ­drei gehen an Dänemark und Schweden.

Paul Marcon und seine Assistentin Camille Pigot durften am 27. Januar an der Eurexpo in ­Lyon (FR) die begehrte Bocuse d’Or-Trophäe entgegennehmen. Den zweiten Platz belegte Dänemark mit Sebastian Holberg. Und Gustav Leonhardt erreichte für Schweden Rang drei. In nur fünfeinhalb Stunden mussten die Teilnehmenden aus 24 Ländern sowohl 16 Teller mit Hummer und Sellerie als auch ein Reh- und Gänselebergericht für 16 Personen zubereiten.

Paul Marcon und Camille Pigot wurden euphorisch gefeiert. (Nicolas Reynaud)

Neben dem Gesamtsieg wurde Camille Pigot mit dem «Best Commis Award» ausgezeichnet. Für Paul Marcon ist der Erfolg ­besonders bedeutend: 30 Jahre nach dem Triumph seines Vaters Régis Marcon überzeugte er die Jury mit einer Hommage an das kulinarische Erbe seiner Heimat. «Dieser Sieg ist ein wahr gewordener Traum», sagte Paul Marcon nach der Preisverleihung. Er würdigte seinen Vater und betonte die emotionale Bedeutung dieses historischen Erfolgs. «Ohne meine Familie und mein Team wäre das nicht möglich gewesen. Es ist ein unglaublich erfüllendes Gefühl, Frankreich zu repräsentieren und das kulinarische Erbe meines Vaters weiterzuführen. Ich hoffe, ich kann andere genauso inspirieren, wie er mich inspiriert hat.»

Auch Daniel Calvert, Ehrenpräsident des Bocuse d’Or 2025, freut sich: «Dieser Wettbewerb ist zweifellos ein einzigartiges Ereignis im gastronomischen Kalender – mit einem konkurrenzlosen Niveau in der Welt der Kochwettbewerbe.» Neben dem beeindruckenden Können der Teilnehmenden zähle der Bocuse d’Or zu den wichtigsten Ereignissen der Gastronomiewelt und schaffe eine Plattform, um die nächste Generation von Köchinnen und Köchen zu inspirieren.

Wettbewerb ohne Schweizer Beteiligung

Im Gegensatz zu 2023, als die Schweiz den zehnten Platz erreichte, fehlte dieses Jahr ein Schweizer Team im Finale. Euloge Malonga und Commis Fiona Wittwer überzeugten in der Qualifikation mit anspruchsvollen Leistungen, konnten sich im Frühjahr 2024 jedoch nicht für das Weltfinale qualifizieren.

(ade)